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Familiäre Krankengeschichte: Warum sie wichtig ist und wie Sie sie festhalten

Erfahren Sie, wie Sie die Krankengeschichte Ihrer Familie sammeln und dokumentieren – ein wirkungsvolles Instrument zur Früherkennung erblicher Erkrankungen und für fundierte Entscheidungen im Gesundheitsbereich.

1 — Was es ist

Die familiäre Krankengeschichte ist eine Aufzeichnung der bedeutsamen Gesundheitszustände, Todesursachen und genetischen Merkmale, die bei Ihren biologischen Verwandten auftreten – typischerweise Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten und Onkel.

Ärzte nutzen diese Informationen, um Ihr persönliches Risiko für erbliche Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Krebs, Diabetes und bestimmte psychische Störungen einzuschätzen.

Eine dokumentierte Familiengeschichte ermöglicht gezielte Vorsorgeuntersuchungen, eine frühere Diagnose und vorbeugende Maßnahmen, bevor Symptome auftreten.

2 — Warum es wichtig ist

  • Erbliche Risikofaktoren bleiben ohne dokumentierte Familiengeschichte unentdeckt
  • Verpasste Gelegenheit für Vorsorgeuntersuchungen, die Krebs oder Herzkrankheiten frühzeitig erkennen könnten
  • Ärzte können keine genetische Beratung empfehlen, wenn sie angezeigt wäre
  • Falsche Risikoeinschätzung bei Lebens- und Krankenversicherungsanträgen
  • Kindern und Enkeln werden entscheidende Gesundheitsinformationen vorenthalten
  • Erhöhtes Risiko einer Spätdiagnose bei Erkrankungen, die in der Familie liegen

3 — Wann anzuwenden

  • Bei einem Familientreffen, solange ältere Verwandte noch Auskunft geben können
  • Nachdem bei einem Verwandten eine schwere oder erbliche Erkrankung diagnostiziert wurde
  • Vor dem ersten Termin bei einem neuen Facharzt oder Hausarzt
  • Bei der Planung einer Schwangerschaft
  • Wenn Kinder das Erwachsenenalter erreichen und ihr Risikoprofil kennen müssen

4 — Vorgehensweise

  1. 1Erfassen Sie drei Generationen: sich selbst, Ihre Eltern und Ihre Großeltern auf beiden Seiten. Beziehen Sie Geschwister, Tanten und Onkel ein.
  2. 2Halten Sie für jeden Verwandten fest: Name, Geburtsdatum, schwere Erkrankungen, Alter bei Diagnose sowie Todesursache und Sterbealter, falls zutreffend.
  3. 3Konzentrieren Sie sich auf: Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes, Krebs (Art und Alter), psychische Erkrankungen, neurologische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen.
  4. 4Befragen Sie ältere Verwandte persönlich oder telefonisch – sie besitzen Informationen, die in keinem Dokument zu finden sind.
  5. 5Fordern Sie nach Möglichkeit Sterbeurkunden oder medizinische Unterlagen verstorbener Verwandter an.
  6. 6Ordnen Sie die Daten in einer einfachen Tabelle oder einem Stammbaumdiagramm.
  7. 7Teilen Sie das fertige Dokument mit Ihrem Hausarzt und bewahren Sie es zusammen mit Ihren persönlichen medizinischen Unterlagen auf.
  8. 8Aktualisieren Sie die Aufzeichnung, sobald ein Verwandter eine neue bedeutsame Diagnose erhält.

5 — Checkliste

  • Alle biologischen Verwandten ersten und zweiten Grades erfasst
  • Gesundheitszustände und Todesursachen für jeden Verwandten festgehalten
  • Alter bei Diagnose für alle bedeutsamen Erkrankungen vermerkt
  • Mindestens einen älteren Verwandten von jeder Seite der Familie befragt
  • Einen schriftlichen oder digitalen Gesundheitsstammbaum erstellt
  • Das Dokument mit Ihrem Hausarzt geteilt
  • Eine Kopie in verschlüsseltem Langzeitspeicher aufbewahrt
  • Geplant, wann es mit erwachsenen Kindern geteilt wird

6 — Beteiligte Dokumente

  • Tabelle oder Stammbaum der familiären Krankengeschichte
  • Sterbeurkunden von Eltern und Großeltern
  • Ergebnisse genetischer Tests (falls vorhanden)
  • Hausarztschreiben mit Zusammenfassung bekannter erblicher Risiken
  • Facharztbriefe mit Hinweis auf familiäre Veranlagung
7 — Wo aufbewahren

Speichern Sie Ihre familiäre Krankengeschichte in LifeVault und machen Sie sie jedem Familienmitglied zugänglich, das sie benötigt.

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